Fuzz Manta "The Stonewolf" - weiss - 2LP


Fuzz Manta "The Stonewolf" - weiss - 2LP

Artikel-Nr.: DLPFMS12w

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Fuzz Manta
"The Stonewolf"

Ltd. edt. 500 Stück gesamt: 200x schwarz, 200x weiß, 100 marmoriert
Dies ist die weisse Vinyl-Ausgabe - 180g - matt lackiertes Klappcover (300 g/m²) - handnummeriert

Side A:

  1. The Stonewolf Part 1 (18:58)

Side B:

  1. The Stonewolf Part 2 (15:17)

Side C:

  1. Sooner Or Later (8:41)
  2. My Baby In Vain (4:41)
  3. Mind Reader (6:02)

Side D:

  1. When I Sleep (6:33)
  2. Marble Queen (5:30) - Vinyl-Only Bonustrack!
  3. Land Of Sleep (6:04) - Vinyl-Only Bonustrack!

Band:

Lene Kjær Hvillum - vocals, moog, organ, percussion, etc.

Frederik Jensen - guitar, moog, organ

Jonas Valsted - bass, moog, organ, backing vocal

Pelle Moltke - drums, percussion
 

Reviews / Notes:
Umgeben von leuchtenden Farben und einer prächtigen Formenvielfalt, dort kreist der majestätische Mantarochen erhaben in seiner weit entrückten, eigenen Welt – der Tiefe. Der Fuzz Manta hingegen schafft sich sein schillerndes Universum selbst, und das irgendwie auch noch in Deutschen Gewässern, denn die neue Platte der Dänen erschien gerade bei Kozmic Artifactz in Berlin. The Stonewolf heißt das Album und vermittelt uns eine faszinierende Tauchfahrt in eine Welt aus groovendem Rock und psychdelischen Ausschweifungen, eine Musik so bunt und vielfältig wie die Korallen auf dem Barrier Reef.
Fuzz Manta kommen aus Kopenhagen und nennen ihre Stilrichtung selbst Heavy-Hippie-Hardrock, eine sicherlich zutreffende Bezeichnung für die Musik, mit der uns die Band schon auf ihren ersten drei Scheiben verwöhnt hat und die ich natürlich auch im Schrank habe. Aber mit ihrem neuesten Werk „The Stonewolf“ gehen sie einen bedeutenden Schritt weiter in ihrer künstlerischen Entwicklung. Zu den coolen fuzzigen Nummern haben sie jetzt auch kompositorisch eine neue Stufe rockmusikalischer Evolution bestiegen und bringen uns mit dem schier unglaublichen vierunddreißig minütigen Epos The Stonewolf ein patchworkartiges Meisterwerk mit proggigem Grundkonzept, das auf einzigartige Weise heftig erdigen Rock mit ausufernden psychedelischen Eskapaden und der für mich so elektrisierenden Atmosphäre der Musik meiner Jugend vermischt. Retro at its best!
Damals in den Siebzigern, als ich vierzehn oder fünfzehn Jahre alt war entdeckte ich, dass die wirklich interessante Rockwelt irgendwo jenseits von Deep Purple, Uriah Heep oder Led Zeppelin stattfand, ich entdeckte den Underground, der damals noch gar nicht so genannt wurde. Ein Berg neuer Schallplatten und Erfahrungen wartete auf mich und ich werde nie vergessen, wie sich mir die Nackenhaare aufrichteten, wenn ich immer wieder neue geniale Musik fand, die mich so sehr berührte, eine eigentümliche und einzigartige Spannung, die sich tief in mir entwickelte. Damals geschah das oft, man war ja jung, enthusiastisch, aber kannte eben noch nicht sehr viel. Heute, mit all den vielen Scheiben im Kontor, sind solche tiefen Eingebungen und Neuentdeckungen natürlich seltener geworden. The Stonewolf hat mir diese Spannung alter Tage zurückgebracht, denn schon die Eröffnungssequenz Queen of Sorrow hinein in das Titelstück bietet ein prächtiges Retrogewand mit absoluter Gänsehautgarantie. Genau so hat sich das damals angefühlt.
Über einem ausufernden Krötengequake legen sich ein gemächlicher Rhythmus, wabernde Keyboards, gurgelnde und grummelnde Orgeln und darüber eine mal krautige, mal fuzzige Gitarre, zusammengefasst und -gehalten durch die charismatische Stimme von Lene. So entwickeln unsere vier jungen Dänen ihre einzigartige Atmosphäre, zu der auch die herrlich stimmige Coverart hervorragend passt und die für mich ganz besonders diesen Teil des Albums widerspiegelt. Eben eine Stimmung aus seligen Krautrocktagen, als proggige Konzepte zuhauf verfolgt wurden. Und wenn sich die Gitarre zum ersten Solo erhebt, gemächlich erhaben kreisend wie der große Mantarochen, Leute, dann zündet Euch ein Pfeifchen an oder bleibt wie ich bei trinkbaren Stimulanzen, ihr werdet nun so oder so abheben. Allein diese ersten knapp sechs Minuten reichen völlig aus, um in einen meditativen Sog zu geraten und zu schweben.
Und Ihr werdet nicht mehr runterkommen, bevor der letzte Ton verklungen ist, das verspreche ich. Dreht einfach die Röhren ordentlich auf, alles andere regelt der Manta.
Eine gewisse geistige Verbundenheit zu den großartigen Retro-Künstlern von Siena Root ist nicht zu verleugnen, aber Fuzz Manta leben ihre musikalischen Exzesse weitaus extremer aus, führen die psychedelischen Eskapaden von Höhepunkt zu Höhepunkt, voller spannender Einfälle und Wendungen. Ein Füllhorn an kreativer Spielfreude. Hier und da fühlte ich mich beim ersten Durchhören an eine meiner frühen Lieblinge erinnert, die Ungarischen Krautrocker Omega, die in den frühen Siebzigern fantastische Platten auf den Markt brachten. Allerdings hatten die nie die tiefe Erdverbundenheit des Mantas, denn wo die alten Krautrocker oft ein wenig in Theatralik verfielen, da brechen Fuzz Manta immer wieder in dreckigen, gerotzten Hardrock aus, fuzzig und aggressiv, aber irgendwie immer positiv in der Grundstimmung, was den Hinweis auf die Hippie-Orientierung der Band zusätzlich begründet. So ist der düsterste Part des Albums ganz sicher erreicht, wenn „The Deadly Grin Of The Stonewolf“ besungen wird. Hier klingt es fast so, als ob Black Sabbath Riffs unter psychedelischen Dauerbeschuss gestellt würden. „Kiss The Stonewolf“ singt Lene ironisch verführerisch, aber die Musik vermittelt Dir ziemlich unverkennbar: Lass es lieber.
Leider hab ich keine Texte zur Verfügung, so dass ich die Geschichte des steinernen Wolfes nicht detailliert genug wiedergeben könnte, aber am Ende des Werkes klingt es so, als würde derselbe sich in seine Bestandteile auflösen, ähnlich wie die zusammenstürzende Mauer am Ende von Floyd´s The Wall. Übrigens nicht das einzige Zitat aus dem Floydschen Imperium, hört Euch mal an, wie die Band so schön relaxt aus „Mindreader“ heraus driftet, das erinnert mich stark an die Schluss-Sequenzen vom Dark Side Of The Moon-Album.
Es ist ein großer Verdienst der Band, dass nach dem wirklich irren und super dominanten Opener die nachfolgenden, kürzeren Stücke die eingeschlagene Stimmung und vor allem das überwältigend hohe Niveau halten können. Hier darf dann richtig fett abgerockt werden. So endet die atemraubende Achterbahnfahrt durch das faszinierende Reich des fuzzigen Mantas viel zu schnell, obwohl wir eine volle Stunde praller Rockmusik geboten bekommen haben. Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viel Retro orientierte Musik gehört, aber The Stonewolf hat sich einen Ehrenplatz in dieser Kategorie verdient. Authentischer Rock, der seine klassischen Wurzeln verspielt und begeistert aufnimmt, aber niemals in Reproduktion verfällt. Hier gibt es brodelnden zeitgenössischen Rock´n Roll in einem schillernden Gewand, wie ich es selten erlebt habe, eine extrem Kult verdächtige Scheibe, die ich längst in meine persönliche Top-Ten des Jahres aufgenommen habe…
rockblogbluesspot.com / Michael

Weitere Produktinformationen

Format:

2 LPs (12") Album

  1. 180g
  2. ltd. edt. 200 Stück weißes Vinyl
  3. Klappcover
  4. handnummeriert
Zustand:

LP / Cover = Neu / Neu

Genre:

70s Rock; Hard Rock; Psychedelic

Label / Land / Jahr:

Kozmik Artifactz 12; D 2014

Gewicht:

ca. 550 g / Stück

Versand nach Deutschland:

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