KOMBYNAT ROBOTRON
"West Mata"
LP Seite A:
1. Jason II
LP Seite B:
2. Vasa
3. Trieste
Reviews / Note:
West Mata is the 6th studio record by Kiel/Germany based Psych/Krautrockband Kombynat Robotron.
The release of this album is the result of a cooperation between Clostridium Records (Germany), Cardinal Fuzz Records (UK)
and Little Cloud Records (USA). Limited to 250 Copies ( ClostridiumEdition )
clostridium
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In den letzten Wochen des Jahres 2024 erschien mit West Mata ein neues Album des Kieler Trios Kombynat Robotron.
In der Ankündigung wird es als ihr sechstes Studioalbum bezeichnet. Auf diesen Seiten finden sich nun allerdings ein
paar mehr, aber manches davon ist eine EP oder eine reine Download-Veröffentlichung, da wurde wohl nicht alles gezählt.
West Mata ist jedenfalls auch als Schallplatte erhältlich.
Die drei - wieder komplett instrumentalen - Stücke, alle mit Laufzeiten im zweistelligen Bereich, sind von maritimen Themen inspiriert:
Jason, ein Held der griechischen Sage, der mit den Argonauten übers Meer fährt auf der Suche nach dem Goldenen Vlies; die Vasa, ein
schwedisches Kriegsschiff, das bereits bei seiner Jungfernfahrt 1628 sank (und deren Wrack heute in einem sehenswerten Museum in
Stockholm besichtigt werden kann); und schließlich die Trieste, ein in den 1950er Jahren für die Tiefseeforschung konstruiertes U-Boot.
Auch der Albumtitel hat einen maritimen Bezug, West Mata ist ein unterseeischer Vulkan im Pazifik.
Die komplette erste LP-Seite wird von Jason II eingenommen, einem sanft schwebenden Stück, das ganz von den vielfältige Klängen der
Gitarre lebt. Über einer sanften rhythmische Grundierung erheben sich immer wieder flirrende Saitenklänge wie das Kräuseln der
Meeresoberfläche. Alles wird noch dazu in sehr zurückhaltendem Tempo gebracht, dennoch kommt über die lange Spielzeit kein Gefühl der
Langeweile auf. Im Gegenteil. das Stück könnte noch ewig so weitergehen. Faszinierend und eindeutig von der „Kosmischen Musik“ der
frühen 70er beeinflusst. Die Weite des Meeres und die Weite des Weltalls haben durchaus ihre Gemeinsamkeiten.
Die Stücke der zweiten LP-Seite zeigen sich deutlich bewegter. Während bei Vasa die Gitarre aber immer noch psychedelisch sirrt und flirrt,
lässt man es im abschließenden Trieste ordentlich krachen und brettern. Die Stücke entwickeln sich also einerseits zeitlich von mystischer
Vorzeit ins 20. Jahrhundert, andererseits auch musikalisch von ruhigen Klängen zu immer mehr Tempo und Dynamik.
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